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#16 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von MissJJ 29.11.2012 14:14

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Ich finde Deine Geschichte durchaus spannend! Zeigt doch auch sie, dass es auch anders geht!

Mathilde, ich glaub, wir sind einfach im falschen BL bzw. in der falschen Stadt

#17 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Mathilde 29.11.2012 14:26

ja, die Deppen haben sich alle hier versammelt

#18 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von MissJJ 04.12.2012 08:18

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Aus gegebenem Anlass zum Thema Azubis:
Es kommt der Punkt, da hat man keine Lust mehr.

Ich weiß, dass Diktate schreiben so ziemlich das unaufregendste ist, was es gibt. Ich habe aber kein Verständnis mehr dafür, wenn die selben Fehler zum 1000. Mal gemacht werden. Wenn Entgelt penetrant Entgeld geschrieben wird, wenn sich auf 1 Seite 15 Rechtschreib- und Grammatikfehler versammeln. Wenn zum 50. Mal der Reißwolf voll ist und es NIEMANDEN interessiert, v. a. nicht diejenige, die auf dem Weg zum Briefkasten - während der Arbeitszeit - am Papiercontainer vorbeikommt. Wenn ich mich hinstelle und die Spüle und das Klo putze und die liebe Azubiene es nicht für nötig hält, auch nur EINMAL ohne Aufforderung den bekloppten Staubsauger in die Hand zu nehmen. Ich kann auch nichts dafür, dass es hier keine Putzfrau gibt. Ich mach schließlich auch sauber und turne auf den Tischen rum, um die Spinnweben von der 3 m hohen Decke zu entfernen. Aber das ist alles selbstverständlich scheinbar.
Dann ja dann hat man irgendwann keine Lust mehr.

#19 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Mathilde 04.12.2012 09:36

Na Dir ist heute aber schon eine besonders große Laus über die Leber gelaufen.

Schmeiß Ihr ein Bonbon gegen den Kopf :-)

#20 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von MissJJ 04.12.2012 10:00

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Das kann man sagen! Aber wenn man predigt wie ein verdammtes Buch und es interessiert einfach NIEMANDEN, dann platzt einem schon mal der Kragen!

Na das Bonbon, wenn ich eins hätte, würde ich essen

#21 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Kommentierungstreue 04.12.2012 10:14

Ich kann alles hier unterschreiben. Sowohl die guten als auch die negativen Beiträge. Alles auch schon mal erlebt. Vor Kurzem war ich knapp davor, den Beruf für immer an den Nagel zu hängen, obwohl ich mit der Kanzlei zufrieden bin, aber gehaltlich sich nichts weiter entwickeln wollte (zugegeben: das lag auch ein bisschen an mir, weil ich nicht offen nachfragte und den Chefs unterstellte, sie würden mir nicht mehr geben). Ich hab ein tolles Jobangebot bekommen, aber berufsfremd, dafür mit entsprechend guter Bezahlung und Aufstiegschancen. Und dann hab ich mir diesen anderen Job angesehen und bin in mich gegangen. Letztlich hab ich in meinem Beruf als ReFa sehr viel Spaß an der Arbeit und zustimmernderweise ist das selbständige Arbeiten ein absoluter Pluspunkt in diesem Beruf. Wenn man das nicht darf, kann man gar nicht glücklich damit werden. In dieser Kanzlei ist das so. In dem neuen Job wäre das nicht so. Insbesondere wäre ich eine "Nummer" unter vielen gewesen. Also bin ich geblieben, wo ich bin. Meine Unterstellungen haben sich nicht bewahrheitet. Ich schäme mich fast dafür, meinen Chefs da nicht vertraut zu haben. Wenn ich diese Anwälte nicht mehr als Chefs haben sollte, was hoffentlich gefühlt nie eintritt, dann werde ich mich allerdings auch nicht mehr bei RAen bewerben, weil ich in meinen 10 Jahren als ReFa auch die völlig negativen Kanzleien erlebt habe - und es gibt viele davon. Ich kann jedem nur raten, wenn ihr im Vorstellungsgespräch (als Azubi oder als Refa) auch nur den Funken von einer Annahme habt, dass ihr ausgebeutet werden könntet: Lasst die Finger von der Kanzlei! Es lohnt sich nicht - auch nicht als Überbrückung! Nur so kann sich die Spreu vom Weizen trennen und kapieren es diese schwarzen Schafe vielleicht. Wenn nicht, sortiert sich das dann selbst aus. Lasst Euch nicht zu Dummköpfen degradieren und verkauft Euch nicht unter Wert!

#22 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von MissJJ 04.12.2012 10:17

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Absolut richtig. Aber dafür muss sich in den Köpfen auch erst mal festsetzen, dass vieles, was RAe zahlen, unter Wert ist.

#23 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Kommentierungstreue 04.12.2012 14:06

Da hast Du auch wieder recht und deswegen machen wir das hier auch! Wir müssen darüber reden, um auch all die anderen zu erreichen, die glauben, sie müssen gewisse Abstriche als ReFa oder Azubi machen. Müsst ihr nicht! Es herrscht Fachkräftemangel und der Mangel wird steigen und damit letztlich auch die Gehälter und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Durchhalten! Danach kapieren vielleicht auch die schwarzen Schafe der Anwaltschaft, dass eine gut ausgebildete ReFa Gold wert ist und das macht dann den Beruf auch wieder attraktiv für Schulabgänger. Bis dahin:
Gute Aus- und Weiterbildung? Ja! Schlechte Bezahlung? Nein!

#24 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Stefka 12.12.2012 21:18

Genauso ging es mir auch schon. Zu meiner Zeit hat man während der Ausbildung die "Arbeit" gesehen und ist nicht zum Schwätzen gegangen oder bspw. zu zweit zum Einkaufen, weil die eine "zu schwach war", die gesamten Einkäufe zu erledigen.

#25 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von Stefka 12.12.2012 21:22

Ich kann dem Beitrag nur voll und ganz zustimmen. Mir erging es schon genauso.

#26 RE: Der Beruf der/des Rechtsanwaltsfachangestellten von MissJJ 13.12.2012 08:08

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Zitat von Stefka im Beitrag #24
Genauso ging es mir auch schon. Zu meiner Zeit hat man während der Ausbildung die "Arbeit" gesehen und ist nicht zum Schwätzen gegangen oder bspw. zu zweit zum Einkaufen, weil die eine "zu schwach war", die gesamten Einkäufe zu erledigen.


Ich lach mich tot! Das ist zwar nicht zum Lachen, aber trotzdem :D Sie war zu schwach, die gesamten Einkäufe zu tragen? OMG!

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