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#31 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Caro 14.12.2012 13:33

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ich finde es ehrlich gesagt relativ krass, wie ihr daherredet.

Eine Arbeit zu haben ist immer besser als keine zu haben. Ich würde nie mein Wohl (und das meines Kindes) unter das Wohl eines Arbeitgebers stellen. Schließlich hat man bald ein Kind zu versorgen. Hier mit irgendeiner "Moral" zu kommen, finde ich schon arg neben der Spur.

Es gibt ja einen Grund, warum man eine Schwangerschaft eben nicht angeben muss. Der ist wohl durchdacht.

Wenn ihr zB irgendwo anfangt und ihr merkt nach 2 Wochen, es gefällt euch nicht... Dann seid ihr innerhalb von einem Monat aus dem Laden raus. Dann interessiert euch auch nicht, dass ihr mehr gekostet habt, als ihr dem Anwalt eingebracht habt.

#32 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von naduh 14.12.2012 13:47

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Wie gesagt, ich kann hier wirklich auch sehr gut den Arbeitgeber verstehen.

Außerdem: Ich denke nicht, dass das Wohl sehr viel reduziert wird, wenn man die paar Monate bis zur Geburt nicht mehr arbeiten geht.
Da finde ich es ehrlich gesagt wichtiger, dass man eine Arbeitnehmerin nach der Babypause nicht diskriminiert aufgrund eines vorhandenen Kindes, sondern sie lieber dann leicht und schnell eine Arbeit finden lässt. In der Zeit von Schwangerschaft bis zur Geburt sehe ich das nicht einfach nicht sooo kritisch und verstehe sehr wohl die Wut des Arbeitgebers, dann so "hintergegangen" zu werden.

#33 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Caro 14.12.2012 14:06

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Ich finde, das zeigt doch wieder die Doppelmoral, die oft gefahren wird. Wie man es macht, macht man es falsch. Hier werden Mädels Vorwürfe gemacht, die nicht mehr arbeiten wollen, wenn sie schwanger sind. Andererseits werden diejenigen verurteilt, die arbeiten wollen.

Verstehe einer unsere Gesellschaft...

#34 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von MissJJ 14.12.2012 14:50

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Es wird niemand verurteilt, es geht einfach darum, dass sie hätte mit offenen Karten spielen können, wenn sich eine Schwangere auf eine Schwangerschaftsvertretung bewirbt. Klar, dazu verpflichtet ist sie nicht. Es wäre halt schöner gewesen.

Aber letztlich führt diese Diskussion eh ins Nichts. In diesem Sinne: Schönes Wochenende :o)

#35 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Kasimir1603 14.12.2012 15:19

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Nein, ich verurteile nicht, dass sie sich beworben hat und grundsätzlich arbeiten wollte. Das finde ich gut und auch i.O. Was ich aber verurteile ist, dass sie sich auf eine ausdrücklich als Schwangerschaftsvertretung ausgeschriebene Stelle beworben hat, obwohl sie wusste, dass sie selbst schwanger ist und das eben bewusst verschwiegen hat ohne Rücksicht auf Verluste sowohl auf Seiten des AG als auch auf Seiten der Kollegin, als deren Vertretung aufgrund Schwangerschaft sie eingestellt wurde.

#36 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von naduh 14.12.2012 15:24

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Zitat von Kasimir1603 im Beitrag #35
Nein, ich verurteile nicht, dass sie sich beworben hat und grundsätzlich arbeiten wollte. Das finde ich gut und auch i.O. Was ich aber verurteile ist, dass sie sich auf eine ausdrücklich als Schwangerschaftsvertretung ausgeschriebene Stelle beworben hat, obwohl sie wusste, dass sie selbst schwanger ist und das eben bewusst verschwiegen hat ohne Rücksicht auf Verluste sowohl auf Seiten des AG als auch auf Seiten der Kollegin, als deren Vertretung aufgrund Schwangerschaft sie eingestellt wurde.


Kann ich voll und ganz zustimmen! In diesem individuellen Fall finde ich es auch einfach nur schxxxx von ihr!
Grundsätzlich kann doch jede Schwangere so viel arbeiten gehen, wie sie kann und will, das finde ich doch auch gut, genauso, wie es auch nicht verurteile, wenn sie während ihrer Schwangerschaft auf Arbeit verzichtet.

#37 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Catelyn 14.12.2012 17:26

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Wenn eine Schwangere aber gar nicht auf Arbeit verzichten will, muss sie es spätestens dann, wenn sie im Vorstellungsgespräch erwähnt, dass sie schwanger ist. Dann hätte sie sich den Bewerbungsaufwand auch gleich sparen können. Weil niemand eine Schwangere einstellt. So viel Mitleid traue ich nun keinem potentiellen Arbeitgeber zu, ob Anwalt oder sonstwas von Beruf.

Natürlich fühlt sich der Arbeitgeber verar...... Aber er hätte doch umgekehrt die Bewerberin doch auch gleich abgewiesen. So hat sie null Chance, während einer Schwangerschaft eine Arbeit zu finden, wenn sie die Umstände erwähnen muss. Und dass sie nun eine andere Schwangere vertreten soll, ist halt ein ganz blöder Zufall.

Wenn ich dringend auf Jobsuche wäre, würde ich das auch so machen. Klar ist das Arbeitsverhältnis arg gestört ab dem Zeitpunkt, ab dem man zugeben muss: Chef, ich bin schwanger. Am Ende muss frau es ja irgendwann sagen, es hängen ja auch arbeitgeberseitig Pflichten dran und außerdem kann man ab einem bestimmten Umfang das auch nicht mehr verbergen. Aber anfangen, um mich zu beweisen und vielleicht eine Chance zu kriegen, würde ich auch.

#38 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Caro 17.12.2012 13:20

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es gibt auch Schwangere, die nicht auf Arbeit verzichten KÖNNEN. Ich könnte auch nicht verzichten und würde alles tun, um zu arbeiten. Weil einfach Geld in die Kasse kommen muss.

was hier jetzt besonders daran ist, dass es eine Stelle zur Schwangerschaftsvertretung war, erschließt sich mir nicht. Wo ist da jetzt für euch der Unterschied zu einer "normalen" Stelle??

#39 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von MissJJ 17.12.2012 13:26

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Na eine schwangere Schwangerschaftsvertretung ist doch ein Widerspruch in sich, oder nicht? Für mich auf jeden Fall :o) Ich bewerbe mich, um eine Frau zu vertreten, die schwanger ist und bin es selbst, also braucht es dann auch für mich eine Vertretung.

#40 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Caro 17.12.2012 13:28

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gerade bei so einer Stelle ist es doch besser, weil man ja eh nur eine bestimmte Zeit hätte da sein können.

#41 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Kasimir1603 17.12.2012 14:37

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Zitat von Caro im Beitrag #40
gerade bei so einer Stelle ist es doch besser, weil man ja eh nur eine bestimmte Zeit hätte da sein können.


Das Problem is doch aber jetzt, dass der AG nunmehr 2 schwangere Ladys da hat, für die er zahlt und die einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung haben. Ich finds nach wie vor nicht ok und würde mich da auch aufregen.

#42 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Catelyn 17.12.2012 14:47

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Zitat von Caro im Beitrag #38


was hier jetzt besonders daran ist, dass es eine Stelle zur Schwangerschaftsvertretung war, erschließt sich mir nicht. Wo ist da jetzt für euch der Unterschied zu einer "normalen" Stelle??


Das Problem dürfte sein, dass die Schwangere nicht den gesamten vorgesehenen Zeitraum da sein wird. Eigentlich wusste sie bei der Unterzeichnung des bis zum Tag X befristeten Vertrages, dass sie den gar nicht einhalten wird (kann), weil sie selbst vorher auch in den Mutterschutz geht. 6 Wochen vor Geburtstermin ist nun mal gesetzlich vorgeschrieben. Nach der Geburt 8 Wochen. Und die meisten Mütter nehmen dann ja zumindest ein paar Monate bis zu einem Jahr (mindestens) Elternzeit.

#43 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Mathilde 17.12.2012 15:13

So jetzt könnt ihr mich wieder anmotzen :-) aber wenn ich denn dann schon einmal arbeitslos bin, ist das ja nun auch nicht der beste Zeitpunkt um schwanger zu werden um sich dann auch noch eine Stelle als Schwangerschaftsvertretung zu suchen. jetzt kommt bestimmt gleich das bla bla von wegen Pille versagt usw.

Aber im 21. Jahrhundert muss keiner mehr ungewollt schwanger werden.

Ich könnte es ja noch verstehen, wenn die Dame während der Vertretung schwanger wird. Aber Kinderwunsch und arbeitslos und dann noch Schwangerschaftsvertretung, dass passt doch alles nicht zusammen.

#44 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Catelyn 17.12.2012 15:17

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Das Leben ist kein Ponyhof. ;)

Ich denke, es wäre müßig, jetzt über Schwangerschaftsverhütung zu diskutieren oder darüber, wann frau schwanger werden darf. Fakt ist, die Dame war schwanger. Vielleicht war sie auch gar nicht arbeitslos, wollte aber (trotz Schwangerschaft) die Kanzlei wechseln oder was auch immer.

#45 RE: LAG Köln: Die schwangere Schwangerschaftsvertretung von Mathilde 17.12.2012 15:26

schwanger aus einem festen Vertrag um eine Schwangerschaftvertretung zu machen , die sie nicht vollenden kann - dass ist aber jetzt auch ganz schön spekulativ

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