Seite 1 von 2
#1 Problem erkannt - Problem gebannt? von Catelyn 01.02.2013 19:32

avatar

Frau Nadine Krebs hat´s auf den Punkt gebracht. Ob das auch viele Anwälte lesen?

http://anwaltsblatt.anwaltverein.de/maga...s-Liebling.html

#2 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von RAService 02.02.2013 10:15

Nun ja, sie hat zwar das Thema Gehalt angesprochen, jedoch gleichzeitig den EEinwurf getätigt, dass dies wohl eher auf dem Land so wäre. Das ist ein Schuss nach hinten

#3 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von Catelyn 02.02.2013 11:13

avatar

Der Einwurf kam von der Jobvermittlerin Reich! Nicht von Frau Krebs.

Wenn es ländliche Gegenden betrifft, ist Rostock - eigentlich eine Großstadt mit 250.000 Menschen - auch ländlich. Die meisten RaFas verdienen grade so, dass sie vielleicht keinen Anspruch auf ALG II haben (jedenfalls wenn sie nur für sich selbst verantwortlich sind). Aber weit darüber leider auch nicht. Bei einem durchschnittlichen Stundengehalt von 7,50 € ist das eben so.

#4 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von MissJJ 04.02.2013 08:03

avatar

Dann wohne ich neuerdings auch ländlich. Hier ist unterirdische Bezahlung ja ganz normal. Aber es ist schon gut, dass sowas auch mal im Anwaltsblatt thematisiert wird. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Absatz mit dem Gehalt nicht grade am Ende des laaaaaaaaaaaaaaaaaangen Textes steht - bis dahin lesen doch die meisten Damen und Herren Anwälte gar nicht.

#5 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von RAService 04.02.2013 11:21

Tatsache, jetzt habe ich es auch gelesen.
Trotzdem hätte das gleich dementiert werden müssen.
Der Anwalt, der das liest, denkt sich. Och ist ja nur ein ländliches Problem und freut sich, dass seine Reno mit 1.200 brutto Vollzeit zu den gut Verdienern gehört.

#6 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von MissJJ 04.02.2013 11:38

avatar

Zitat von RAService im Beitrag #5
Der Anwalt, der das liest, denkt sich. Och ist ja nur ein ländliches Problem und freut sich, dass seine Reno mit 1.200 brutto Vollzeit zu den gut Verdienern gehört.


Das sind mal wahre Worte! Wir wissen ja, wie gut Anwälte im Schönreden und Wegignorieren sind. So ist es am Ende doch nur wieder ein halbseidener Artikel.

#7 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von Catelyn 04.02.2013 15:31

avatar

Mit 1200 brutto liegt man ja auch noch netto über´m Hartz IV Satz. Da muss man echt glücklich und zufrieden sein, näch?

Dass das dann nur 6,92 € brutto pro Stunde sind (bei 40 Stunden), steht natürlich auf einem anderen Blatt. Leider schweigt sich er Artikel zu Stundengehältern wohlweißlich aus.

#8 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von Mathilde 05.02.2013 09:41

Anwälte sollten diesen Artikel auf jeden Fall lesen und natürlich auch mal in sich gehen - sonst stehen sie wirklich bald alleine da ;-)

#9 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von nephele 07.02.2013 12:09

Dann melde ich mich mal zu Wort.

Ich habe mich in Anlehnung an die im Anwaltsblatt (Ausgabe 2+3/2010) erschienenen Artikel zum Thema Ausbildung von Fachangestellten in einem 4-seitigen Leserbrief ans Anwaltsblatt gewandt. Daraufhin meldete sich das Anwaltsblatt bei mir. Man wäre begeistert von meinem Brief und das Thema "ReNo" wäre generell grade wieder Thema. Man könne den Leserbrief leider nicht veröffentlichen, da die Artikel, auf die er sich bezieht, schon zu lange zurückliegen; auch sei der Brief zu lang für eine Veröffentlichung. Ob ich auch mit einer Kürzung einverstanden wäre; man würde dies dann in der Rubrik "Meinung & Kritik" bringen. Damit war ich einverstanden und das Ergebnis ist nun im Anwaltsblatt zu lesen. Mein Brief wurde vom Anwaltsblatt mit eigenen Worten zusammengefasst. Ich finde das Ergebnis ganz ok. 4 Seiten Leserbrief auf knapp 3/4 Seite zusammenzustauchen ist halt nicht ganz einfach.

Zudem wurde ich gefragt, ob ich einverstanden wäre, wenn man meine Kontaktdaten einer Journalistin der faz gibt, da sie derzeit an einem Artikel zu dem Thema fürs Anwaltsblatt arbeitet. Ich war einverstanden. Ca. 1 Monat später rief mich die Dame an. Zu meinem Erstaunen schien die Dame von dem Thema gar keine Ahnung zu haben. Jedenfalls dachte ich bisher, dann man als Journalist zunächst im Thema recherchiert, bevor man Interviews führt. Auch habe ich gedacht, ich bekäme den Artikel vorher noch zu sehen, wenn ich denn zitiert werde, um ihn freizugeben. War leider nicht der Fall. Ich beschränke mich bei der Gehaltsaussage nicht auf "ländliche Regionen". Das wird immer nur gern hinzugesetzt, weil es für Außenstehende logisch scheint.

Ich habe mich beim Anwaltsblatt sehr ernst genommen gefühlt und mehrere Telefonate gefühlt.

Dies für euch als Info zum Hintergrund der ganzen Sache.

#10 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von Catelyn 07.02.2013 12:18

avatar

Danke für die Anmeldung und die ausführliche Antwort.

Das Thema ist natürlich heiß für´s Anwaltsblatt.

#11 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von nephele 07.02.2013 12:20

Naja...angemeldet bin ich ja schon seit Mitte letzten Jahres ;)

#12 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von Catelyn 07.02.2013 12:36

avatar

Sollten wir als prorenos wohl auch noch mal reagieren?

#13 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von MissJJ 07.02.2013 13:39

avatar

Hallo Nephele!

Das ist ja interessant, danke für die Info. Was die Journalisten und die Recherche angeht: Das scheint tatsächlich oft andersrum zu laufen.

#14 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von naduh 07.02.2013 14:04

avatar

Zitat von Catelyn im Beitrag #12
Sollten wir als prorenos wohl auch noch mal reagieren?


Meinst du, dass wir auch ans Anwaltsblatt schreiben?

#15 RE: Problem erkannt - Problem gebannt? von MissJJ 07.02.2013 14:46

avatar

Fänd ich gut.

Xobor Forum Software von Xobor
Datenschutz