#1 Eine gute Rechtsanwaltsfachangestellte ist unersetzlich .... von Catelyn 05.03.2019 21:00

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++++ "Eine gute Rechtsanwaltsfachangestellte ist unersetzlich ++++

So steht es zumindest in der Überschrift dieses Beitrages im Anwaltsblatt des DAV. Der Inhalt des Textes besagt jedoch aus unserer Sicht etwas anderes. Da arbeiten sich Quereinsteiger in kurzer Zeit in die Arbeit einer ReFa ein - was immer das auch heißen mag. Welche Tätigkeiten das sind, wird leider nicht näher beschrieben.

Dass eine richtig gute Rechtsanwaltsfachangestellte eine umfangreiche dreijährige Berufsausbildung absolvieren muss, um den Anwältinnen und Anwälten für deren juristische Arbeit den Rücken freihalten zu können, scheint völlig nebensächlich zu sein. Rechtsanwaltsfachangestellte sind mehr als Tippsen und Telefonistinnen.

Da wird die Freizeit von Angestellten respektlos bis 24 Uhr ausgenutzt und über Gehälter und sonstige Rahmenbedingungen wird kein Wort verloren.

Dass immer weniger Schulabgänger sich für den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten interessieren, weil die Arbeitsbedingungen schlecht sind, wird nicht benannt. Massagen, Coachings und nette Essen sollen darüber hinwegtäuschen, dass nicht angemessen bezahlt wird und die Armutsrente vorprogrammiert ist.

Nein, der Artikel wird nicht dazu beitragen, die Situation zeitnah dahingehend zu verbessern, dass wieder mehr Auszubildende gewonnen werden können. Das scheint auch nicht Ziel des Beitrags zu sein, im Gegenteil, es ist eher ein Aufruf dazu, Quereinsteiger "günstig" einzustellen und auf die "Dienste" von ausgebildeten Fachkräften künftig zu verzichten.

https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/...I56uMB3DKahtfEU

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