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#61 RE: Mein Stundengehalt von MissJJ 19.09.2012 13:49

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Besser is das!

#62 RE: Mein Stundengehalt von naduh 19.09.2012 13:50

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Boah Kasi, du bist zu beneiiiiiden :-D
Ich freue mich für dich!!!

Ich verdiene zwar nicht so viel wie du, aber seit ich im Notariat arbeite (seit 2 Jahren) ist mein Chef auch jedes Jahr im März, wenn es in unserem Büro die regulären Gehaltserhöhungen von 30 € brutto gibt, von sich aus zu mir gekommen und hat mir jedes Mal 100,00 € brutto mehr gegeben. Da war ich dann auch jedes Mal positiv überrascht! Mal sehen, wie es nächstes Jahr aussieht ;-)

#63 RE: Mein Stundengehalt von MissJJ 19.09.2012 13:55

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Meine Fresse, darf ich Euch als Beispiele nehmen?
Ich arbeite jetzt beinahe 2 Jahre hier in der Kanzlei und mein lieber Chef hat noch nicht einen Gedanken an eine Gehaltserhöhung verschwendet. Ich hab zwischendurch schon gefragt, ob ich einen Nebenjob ausüben darf, damit ich mit meinen Zahlungsverpflichtungen nachkomme.
Am 01.11. werde ich mal anfragen.

#64 RE: Mein Stundengehalt von Kasimir1603 19.09.2012 13:58

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Keiner unserer Chefs ist näher mit der RA-Kammer beschäftigt, die sind dort gemeldet - mehr aber auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass die sich da reinhängen würden Denen ist wichtig, dass ihre eigenen Angestellten gut dastehen und ihnen ist bewusst, dass es in anderen Kanzlei anders ausschaut, aber bei diesem Bewusstsein bleibts dann wohl leider auch. Schön wäre es natürlich schon. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, mit ihnen drüber zu quatschen

#65 RE: Mein Stundengehalt von Mathilde 19.09.2012 14:10

Miss JJ mit dem Nebenjob das habe ich auch durch. Glaube mir manchmal denke ich wir überschätzen unsere Chefs auch noch. Also wenn mich meine Angestellte das fragen würde, ginge mir ein Licht auf.

Aber unsere Anwälte hier sind scheinbar auf diesem Ohr sowas von taub, die denken einfach mal nicht um die kleinste Ecke.

#66 RE: Mein Stundengehalt von MissJJ 19.09.2012 14:14

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Ja, das denke ich auch! Ich würde mir auch Gedanken machen. Chefs einzige Sorge war, ob ich dann auch genug Kraft für meinen eigentlichen Job hab. Klar, ich hab genug Kraft, mich sinnlos zu langweilen und den ganzen Tag im Netz zu surfen, um nicht tot vom Stuhl zu fallen.

V. a. liebe ich es dann, wenn mein Chef kommt und mir was von den armen Mandanten erzählt, die ja soooo wenig verdienen (es geht manchmal um Mandanten, die tatsächlich wenig verdienen, aber oft genug um solche, die mehr verdienen als ich!). Wenn ich dann aber kontere, dass ich noch weniger verdiene, dann guckt er mich dumm an und geht.

#67 RE: Mein Stundengehalt von sternchen1981 25.09.2012 12:52

Hallo bin neu hier und häng mich gleich hier mit dran

Also ich arbeite in einer kleinen Anwaltskanzlei im Bayerischen Wald (von Cheffe immer liebevoll "Wald-und-Wiesen-Kanzlei" genannt! Bin hier (nicht geprüfte) "Bürovorsteherin" - also Mädchen für alles... Hab jetzt schon 13 Jahre aufm Buckel ;-)

Ich arbeite seit Januar 12 nur mehr 30 Stunden die Woche. Mein Stundenlohn liegt jetzt 10,50 €. Ich bekomm zusätzlich noch 75,00 €, die in eine Rentenversicherung fließen, 70,00 € Fahrtkosten mtl., Urlaubsgeld 200,00 € brutto + 13. Gehalt. Hab 25 Tage Urlaub und Überstunden abbummeln ist auch überhaupt kein Problem - sollten mal welche vorhanden sein

#68 RE: Mein Stundengehalt von Betty 11.01.2013 17:26

Hallo, ich bin auch neu hier und lese mit Schrecken, wie "viel" (tatsächlich ist es natürlich "wenig") in unserem Beruf verdient wird. Ich war mal ein paar Jahre in einer sehr großen Kanzlei und bin dann mit meinem Chef vor 8 Jahren in ein etwas kleineres Büro (9 RAe) gewechselt. Damals hatte ich ja zum Glück ein ganz gutes Gehalt mitgebracht, dies ist in den letzten Jahren aber stetig gestiegen. Bei uns gibt es jedes Jahr automatisch eine Erhöhung. Mal sind das nur 70 € gewesen, im letzten Jahr sogar mal 150 €.

Habe also jetzt auch mal mein Stundenlohn ausgerechnet (ich: ReNo im 15. Berufsjahr): Ausgehend von 12 Gehältern sind das bei mir 19,59 €/h. Bekomme jedoch vertraglich 13, tatsächlich 14 Gehälter. Das 13. Gehalt wird je zur Hälfte im Juni ("Urlaubsgeld") und im November ("Weihnachtsgeld") gezahlt. Das freiwillig gezahlte 14. Gehalt gibt's im Januar nach (erfolgreichem) Jahresabschluss, in den letzten 8 Jahren hab ich es immer in voller Höhe bekommen. Zusätzlich krieg ich vwL 40 € und Erstattung Kosten ÖPNV ca. 60 €. Dann zahlt AG die Kosten für das Rechtsfachwirtestudium und ich kann alle Seminare besuchen, die mich interessieren bzw. natürlich für die Arbeit oder das Studium wichtig sind. Auch kann ich Literatur für's Studium bestellen. Ach ja, ich arbeite übrigens 43 h/Woche und mache viele Überstunden, die ich auch abbummeln kann bzw. ausgezahlt bekomme, wenn ich das möchte. Urlaub hab ich 30 Tage.

Und das ganze ist in Berlin :-)

#69 RE: Mein Stundengehalt von naduh 14.01.2013 08:16

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Hey Betty, erstmal herzlich willkommen! Mensch, du verdienst echt gutes Geld! Wäre schön, wenn das nicht die Ausnahme in unserem Berufszweig wäre. Aber man sieht, es kann auch anders gehen, also warum tun sich die meisten Anwälte dann so schwer, ordnungsgemäß zu bezahlen?! Dir auf jeden Fall Glückwunsch :-)

#70 RE: Mein Stundengehalt von MissJJ 14.01.2013 09:01

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Ich bin regelrecht sprachlos! Betty, Du bist zu beneiden!

#71 RE: Mein Stundengehalt von Mathilde 14.01.2013 10:10

Betty kriegste das jeden Monat alle ??

ich bin ja auch soooooo neidisch ;-)

#72 RE: Mein Stundengehalt von RAService 14.01.2013 14:22

Ui Ui, ich bin beeindruckt. Das ist das erste Mal, dass ich von solch einen Stundenlohn höre.
Hast Du hier irgendwie besondere Voraussetzungen?
Wir kennen das ja, Berufserfahrung, Sprachenkenntnisse eglisch französisch, PowerPoint, Sachbearbeitung ?
Was muss man tun und können, um solch ein Gehalt zu erhalten?

#73 RE: Mein Stundengehalt von Catelyn 14.01.2013 17:17

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Vielen Dank den beiden Neuankömmlingen für die Infos und natürlich: Herzlich willkommen im Forum!

Erfreulich, dass es nicht überall schlecht ist.

Sobald das Stundengehalt über 10,00 € liegt, geht mir das Herz auf. Und fast 20,00 €/ Stunde sind nun schon fast unglaublich. Richtig toll!

#74 RE: Mein Stundengehalt von Betty 14.01.2013 19:15

Danke für's Willkommenheißen :-)

Voraussetzungen: Ich habe die Ausbildung zur Reno damals mit 1 abgeschlossen. Hatte in einem Büro mit Einzelanwalt gelernt und war quasi seine alleinige Sekretärin. Da hat man einerseits den Beruf wirklich von der Pike auf gelernt und andererseits auch das selbstständige Arbeiten. Als ich mit meinem Chef noch in der großen Kanzlei war, war ich reine RA-Sekretärin (für 2, manche Zeiten auch 3 Anwälte zuständig). Als wir dann ins kleinere Büro gewechselt sind (damals waren es noch lediglich 2 RAe und 2 Sekretärinnen mit mir), "musste" ich mich plötzlich ins Notariat einarbeiten, denn Chefe ist auch Notar. Und nun ist es so, dass ich zu mind. 80 % oder mehr das Notariat bearbeite, und zwar zum größten Teil selbstständig: Ich mach telefonische oder persönliche Vor-Besprechungen mit den Mandanten, bereite dann die Entwürfe vor, Chef liest vor, ich wickel die Urkunden ab. Die meisten Urkdunden kann ich allein, manchmal muss Chef aber auch mal mit ran. Er kann sich quasi blind darauf verlassen, dass alles korrekt läuft. Ich hab mir das mit dem Notariat in den letzten 8 Jahren halt selbst angeeignet, durch Seminare und durch "Notariatsstammtische" mit ganz lieben Ex-Kollegen aus dem Notariat dieser großen Kanzlei. Jendenfalls hab ich schon "hart arbeiten" müssen, um eben jetzt selbstständig arbeiten zu können und auch die Anerkennung (sowohl im persönlichen Bereich als auch finanziell) zu bekommen. Ehrlich gesagt, ist es mir ein Gräul, wenn ich nur auf Anweisung arbeiten müsste oder mal ein Band nach Phonodiktat schreiben muss - das passiert zum Glück auch nur alle 2 Wochen. Letzten Herbst wurde ich dann "wegen guter Führung" zur Büroleiterin ernannt, weil ich es einerseits sowieso in der Praxis schon gemacht hab, andererseits wollten sie ein Zeichen setzen, dass sie mir den Rückhalt geben, auch selbst Entscheidungen zu treffen. Ich bin also für das Fristenwesen zuständig, versuche krampfhaft, einer Auszubildenden den Beruf schmackhaft zu machen, schlage mich auch mit der vorbereitenden Buchhaltung rum und organisiere hier und da ein wenig im Büro rum, verfasse Büroanweisungen, treffe Vorauswahl bei Bewerbungen und nehme an Bewerbungs- oder Feedbackgesprächen teil und werde auch mal von Anwälten um Rat gefragt, wenn's um die Belange meiner Kolleginnen geht. Im Rechtsanwaltsbereich mach ich nur noch wenig, da mein Chef die meisten Sachen von Junganwälten bearbeiten/vorbereiten lässt (und damit sind dann andere Reno's zuständig), da fallen also fast nur noch die Rechnungen und hin und wieder mal Kostenfestsetzung oder ähnliche lustige Sachen an. Naja, und als ich Büroleiter wurde, hab ich gedacht, ich mach den Rechtsfachwirt, weil das ja dann auch der richtige "Titel" für diese Funktion ist. Und als ich nur mal anfragte, ob ich mir einen Schöni auf Dauerausleihe für's Studium bestellen kann, da haben sie es mir aufgedrängt, den Kurs zu bezahln. Hab ich natürlich nicht nein gesagt, aber es erhöht unheimlich den Druck. Ich hätte es gerne "mit mir selbst ausgemacht", ob ich es durch die Prüfungen schaffe oder nicht... Jetzt "muss" ich es schaffen. Und wenn ich ein Seminar besuchen will, dann ist mein Chef fest von dem Mehrwert für ihn bzw. die Kanzlei durch mein gesteigertes Fachwissen überzeugt, sodass er bei jeglichen Seminaranfragen abnickt.

Also Ihr seht, man muss schon auch viel tun dafür. Aber das macht mir alles nichts aus, weil's mir Spaß macht. Ich kann also nur empfehlen: Macht Euch unersetzbar, bildet Euch fort, damit ihr Euren Anwälten zeitraubende Arbeiten abnehmen könnt. Und wenn Ihr dann mal im Urlaub seid, dann merkt der Chef wirklich, was er an Euch hat. Und das zahlt sich früher oder später aus ;-)

#75 RE: Mein Stundengehalt von Jupp03/11 14.01.2013 22:31

Zitat von Betty im Beitrag #74
Danke für's Willkommenheißen :-)

Voraussetzungen: Ich habe die Ausbildung zur Reno damals mit 1 abgeschlossen. Hatte in einem Büro mit Einzelanwalt gelernt und war quasi seine alleinige Sekretärin. Da hat man einerseits den Beruf wirklich von der Pike auf gelernt und andererseits auch das selbstständige Arbeiten. Als ich mit meinem Chef noch in der großen Kanzlei war, war ich reine RA-Sekretärin (für 2, manche Zeiten auch 3 Anwälte zuständig). Als wir dann ins kleinere Büro gewechselt sind (damals waren es noch lediglich 2 RAe und 2 Sekretärinnen mit mir), "musste" ich mich plötzlich ins Notariat einarbeiten, denn Chefe ist auch Notar. Und nun ist es so, dass ich zu mind. 80 % oder mehr das Notariat bearbeite, und zwar zum größten Teil selbstständig: Ich mach telefonische oder persönliche Vor-Besprechungen mit den Mandanten, bereite dann die Entwürfe vor, Chef liest vor, ich wickel die Urkunden ab. Die meisten Urkdunden kann ich allein, manchmal muss Chef aber auch mal mit ran. Er kann sich quasi blind darauf verlassen, dass alles korrekt läuft. Ich hab mir das mit dem Notariat in den letzten 8 Jahren halt selbst angeeignet, durch Seminare und durch "Notariatsstammtische" mit ganz lieben Ex-Kollegen aus dem Notariat dieser großen Kanzlei. Jendenfalls hab ich schon "hart arbeiten" müssen, um eben jetzt selbstständig arbeiten zu können und auch die Anerkennung (sowohl im persönlichen Bereich als auch finanziell) zu bekommen. Ehrlich gesagt, ist es mir ein Gräul, wenn ich nur auf Anweisung arbeiten müsste oder mal ein Band nach Phonodiktat schreiben muss - das passiert zum Glück auch nur alle 2 Wochen. Letzten Herbst wurde ich dann "wegen guter Führung" zur Büroleiterin ernannt, weil ich es einerseits sowieso in der Praxis schon gemacht hab, andererseits wollten sie ein Zeichen setzen, dass sie mir den Rückhalt geben, auch selbst Entscheidungen zu treffen. Ich bin also für das Fristenwesen zuständig, versuche krampfhaft, einer Auszubildenden den Beruf schmackhaft zu machen, schlage mich auch mit der vorbereitenden Buchhaltung rum und organisiere hier und da ein wenig im Büro rum, verfasse Büroanweisungen, treffe Vorauswahl bei Bewerbungen und nehme an Bewerbungs- oder Feedbackgesprächen teil und werde auch mal von Anwälten um Rat gefragt, wenn's um die Belange meiner Kolleginnen geht. Im Rechtsanwaltsbereich mach ich nur noch wenig, da mein Chef die meisten Sachen von Junganwälten bearbeiten/vorbereiten lässt (und damit sind dann andere Reno's zuständig), da fallen also fast nur noch die Rechnungen und hin und wieder mal Kostenfestsetzung oder ähnliche lustige Sachen an. Naja, und als ich Büroleiter wurde, hab ich gedacht, ich mach den Rechtsfachwirt, weil das ja dann auch der richtige "Titel" für diese Funktion ist. Und als ich nur mal anfragte, ob ich mir einen Schöni auf Dauerausleihe für's Studium bestellen kann, da haben sie es mir aufgedrängt, den Kurs zu bezahln. Hab ich natürlich nicht nein gesagt, aber es erhöht unheimlich den Druck. Ich hätte es gerne "mit mir selbst ausgemacht", ob ich es durch die Prüfungen schaffe oder nicht... Jetzt "muss" ich es schaffen. Und wenn ich ein Seminar besuchen will, dann ist mein Chef fest von dem Mehrwert für ihn bzw. die Kanzlei durch mein gesteigertes Fachwissen überzeugt, sodass er bei jeglichen Seminaranfragen abnickt.

Also Ihr seht, man muss schon auch viel tun dafür. Aber das macht mir alles nichts aus, weil's mir Spaß macht. Ich kann also nur empfehlen: Macht Euch unersetzbar, bildet Euch fort, damit ihr Euren Anwälten zeitraubende Arbeiten abnehmen könnt. Und wenn Ihr dann mal im Urlaub seid, dann merkt der Chef wirklich, was er an Euch hat. Und das zahlt sich früher oder später aus ;-)


Mein Reden in den anderen Foren seit Jahren. Es gibt nur einen Unterschied: Betty wird nicht angegriffen.

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